Hallo Doro
Sorry, dass ich erst jetzt antworte, aber ich habe einen Umzug hinter mir und das hat mich so eingespannt, dass ich leider nicht früher wieder ins Internet kam.
Nun, ich kann dich ganz gut verstehen. Ich hatte genau das selbe Problem mit meinem Pipo.
Mein Tierarzt hat festgestellt, dass sein "Handgelenk" gebrochen ist, und er deswegen nicht mehr fliegen kann. Ich konnte ihn leider nicht mehr in der Voliere lassen, da er nicht kapierte, dass er nicht mehr fliegen kann. Er kletterte immer hoch und fiel wie ein Stein runter.
Also habe ich ihn auf anraten von meinem Tierarzt separat in einen Käfig gesetzt. Er tat mir aber so leid, so alleine.
Leider besserte sich sein Zustand nicht. Immerhin konnte er sich endlich wieder selber vom Rücken auf die Beine drehen.
Mein Tierarzt meinte, dass man ihn natürlich auf keinen Fall wieder in die Voliere setzen kann und darf. Er darf aber auch nicht alleine bleiben.
Es kam, wie es kommen musste. Eine Kollegin fragte mich, ob ich einen Spreizfüsser bei mir aufnehmen würde. Ich sagte zu. Zuerst waren beide aber in separaten Käfigen, denn der Spreizfüsser lebte bis dahin in einem extrem kleinen Käfig mit seinen Eltern zusammen. Der Käfig war höchstens ein Krankenkäfig, wenn überhaupt.
Nach einer gewissen Zeit versuchte ich den Spreizfüsser in die Voliere zu lassen, das ging aber gar nicht, da er überhaupt nicht landen kann.
So versuchte ich, die beiden Herren in einem Käfig zusammen zu bringen. Es kam zum Glück zu keinen Streitereien. Ab und zu mal ein drohender Schnabel, aber sonst nichts. Beide schienen zufriedener, aber glücklich ist anders.
Als der Spreizfüsser dann anfing, alles Mögliche und Unmögliche anzubalzen, konnte ich nicht mehr länger zuschauen.
Ich entschied mich, zwei flugunfähige Weibchen dazuzugesellen. Natürlich war der Käfig zu klein. So kaufte ich einen Neuen. Dort drin gibt es ganz viele Leitern, eine Art Hängebrücke, verschiedene Brettchen, eine Korkensitzgelegenheit, Schaukeln und diverse y-Sitzstangen. So haben nun die Wellis die Möglichkeit, von einem zum anderen Platz zu hüpfen. Pipo, der anfangs sehr viel Mühe damit hatte und immer wieder runter viel, hüpft nun von Plattform zu Plattform und klettert munter die Leitern hoch.
Mein Spreizfüsser ist ein ganz geschickter Flieger und schafft es ganz gewandt, einen Weg zum Fliegen zu finden. Den Käfig kann man oben öffnen, und sobald das Vogelzimmer fertig eingerichtet ist, ist das Ziel, dass sie dann auch rauskommen dürfen.
Auch die Weibchen haben sich gut eingelebt.
Der Spreizfüsser hat sich schon eine Dame ausgesucht, und verwöhnt sie nun den ganzen Tag.
Der Käfig steht am Boden. Natürlich brauchten sie Zeit, sich daran zu gewöhnen. Nun kann ich aber daneben vorbei gehen und sie bleiben ruhig. Ich spreche auch immer sehr beruhigend mit ihnen.
Am Boden liess ich den Käfig, da sie, wenn die Türchen offen sind, nicht weit runter fallen dürfen. Sie bekommen auch ihre speziellen Spielplätze und die Volieren werde ich so absichern, dass hoffentlich keiner hochklettert und runterstürzt.
Sobald ich besser eingerichtet bin, kann ich ja noch Fotos von der Käfigeinrichtung reinstellen.
Vielleicht kannst Du ja die eine oder andere Idee umsetzen. Ansonsten kontaktiere mich doch per PN.
Gruss
Tina

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